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Wenn sich alles im Fluss befindet – von der Zusammensetzung der Belegschaft bis hin zur Kultur des Unternehmens – und dadurch neue unternehmerische Realitäten geschaffen werden, dann werden diese verschwimmenden Grenzen in wirtschaftlichen Umbruchszeiten noch zusätzlich aufgeweicht. Andererseits könnte ein Rückzug hinter vertraute Grenzlinien zu einer neuen Inflexibilität führen.
Vom Outsourcing zum Smartsourcing. In einer angespannten wirtschaftlichen Situation kann es zu einer Abwärtsentwicklung von Löhnen und Gehältern kommen, was den lokalen Arbeitsmarkt wieder wettbewerbsfähig macht und die Kosten für die Produktion vor Ort attraktiver gestaltet – insbesondere, wenn die Risiken, die Kosten der Distanz insgesamt und die Komplexität sprachlicher und kultureller Unterschiede, die bei betrieblichen Auslagerungen normalerweise unvermeidbar sind, in Betracht gezogen werden. Virtuelle Unternehmen bleiben davon unberührt. Der Standort ihrer Geschäftspartner könnte sich jedoch ändern, deren Anzahl stärker eingegrenzt und die Geschäftsbeziehungen enger geführt werden.
Das Gebot des Generationengemischs. In Bezug auf die Belegschaft kann eine wirtschaftlich instabile Lage dazu führen, dass erfahrene Mitarbeiter zugunsten jüngerer, kostengünstigerer Mitarbeiter entlassen werden, wodurch das in vielen Branchen anzutreffende Problem eines mangelnden Wissenstransfers nur noch verschärft wird. Je mehr sich die alternde Belegschaft auf das Pensionsalter zu bewegt, um so wichtiger wird es, dass die erfahrenen Arbeitskräfte ihr Wissen an die jungen, technisch versierten Mitarbeiter weitergeben. Eine Verzögerung dieses Wissenstransfers kann vollständig unabhängig von externen wirtschaftlichen Entwicklungen zu Problemen mit der unternehmerischen Kontinuität führen. Wirtschaftlich unsichere Zeiten bedeuten aber auch, dass ältere Mitarbeiter die geplante Pensionierung möglicherweise verschieben und jüngere Mitarbeiter einen vorgesehenen Wechsel zurückstellen. Durch diese Veränderungen wird für das Management das Gebot einer motivierten und integrierten, altersmäßig gemischten Belegschaft umso wichtiger.
Verringerte Belegschaften können zu betrieblichen Einschränkungen führen. Wirtschaftliche Instabilitäten können zu Einschränkungen der betrieblichen Funktionen führen, wenn Unternehmen die Belegschaft verringern, Geschäftsbereiche schließen oder die Produktion aufgrund fallender Nachfrage drosseln.
Die Vermischung von Privat- und Berufsleben als Wettbewerbsvorteil. Die Vermischung von Privat- und Berufsleben wird auch weiterhin zu Spannungen am Arbeitsplatz führen. Unter normalen Umständen oft freiwillig geschehen, kann sie in wirtschaftlich angespannten Zeiten leicht zur Notwendigkeit werden. Eine robuste Infrastruktur, die die notwendige Arbeit außerhalb des eng umgrenzten Arbeitsplatzes unterstützt, trägt jedoch auch den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter Rechnung. Sie schafft darüber hinaus die Grundlage einer zunehmend virtuell arbeitenden Belegschaft, da Zeitarbeiter die Rollen von vormals festangestellten Mitarbeitern übernehmen können.
Integration beschleunigt den Lernprozess. Trotz der sich manchmal schwierig gestaltenden Integration unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Anschauungen kann die integrierte Welt da, wo Generationen, Kulturen und Unternehmen aufeinander treffen, in punkto Lernen, Innovation und unternehmerische Führung auf hervorragende Ergebnisse verweisen. Diese Fusion kann sich in der Zukunft als entscheidend erweisen. Der Einsatz von Technologien, die die Kluft zwischen unterschiedlichen Gruppen zu überbrücken helfen und dazu beitragen, zu informieren und Ressentiments zu zerstreuen, statt sie anzuheizen, wird von zentraler Bedeutung sein. Durch den Einsatz sozialer Netzwerke innerhalb und außerhalb von Unternehmen ergeben sich neue Formen der Absicherung, sowohl für den Einzelnen als auch für Unternehmen.
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