Experten in dieser Ausgabe
Frank Koch ()
Florian Müller ()
Christian Mehrtens (Microsoft GmbH)
 

Wissen verteilen ist Macht
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In kleineren Unternehmen wie der Burg Apotheke ist ein solcher Schritt nicht notwendig. Hier ist Thomas Gärtner noch selbst der Chefredakteur. Er pflegt die Inhalte ein, die ihm die Mitarbeiter auf Zetteln hinterlassen haben, sortiert Datenmüll und überholtes Wissen aus und aktualisiert interne Arbeitsanweisungen. Lohn der Mühe: „In der Burg Apotheke von Thomas Gärtner ist beispielsweise der Firmenchef selbst der Chefredakteur. Er pflegt die Inhalte ein, die ihm die Mitarbeiter auf Zetteln hinterlassen haben, sortiert Datenmüll und überholtes Wissen aus und aktualisiert interne Arbeitsanweisungen. Lohn der Mühe: „Die Mitarbeiter können sich auch an hektischen Arbeitstagen schnell und bequem auf den neuesten Stand bringen. Das spart Zeit, mindert Stress und schont die Nerven“, weiß Gärtner. Der moderne Wissensspeicher ist beliebt in seinem Betrieb.

Diese Einschätzung bestätigt eine Studie des Verbands der deutschen Internetwirtschaft: Mehr als 60 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte verlangten nach Software für den internen Datenaustausch. Sie hoffen vor allem, ergebnislose Meetings zu vermeiden, die durch den ungleichen Wissensstand der Mitarbeiter entstünden. Und laut einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Gartner wollen sich 70 Prozent der befragten Unternehmen in den nächsten Jahren mit dem Thema Collaboration, also der (IT-unterstützten) Zusammenarbeit, beschäftigen.

Kuriose Kundenwünsche befriedigen

Dabei müssen sie allerdings – neben Disziplin und der Chefredakteursfunktion, die Apotheker Gärtner perfekt ausfüllt –einen weiteren Aspekt beachten: Kommunikation in virtuellen Welten funktioniert nur mit der richtigen Sprache: Vom Azubi über den Facharbeiter bis zum Topmanagement braucht es eine allgemeinverständliche sprachliche Ebene. In Gärtners Betrieb ist das kein Problem mehr, sein Team ist so mit seinen Wissensspeicher vertraut, dass selbst kurioseste Kundenwünsche erkannt werden. „Neulich kam eine ältere Dame, die erzählte lediglich von einem Werbespot, in dem ein Hund, eine Salbe und Kreuzschmerzen eine Rolle spielten. Nach einem kurzen Check in der Wissensdatenbank konnten meine Mitarbeiter selbst dieser Kundin das ersehnte Mittel zur Schmerzlinderung verkaufen.“



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