Sie sind eigentlich dafür da, um Abläufe im Unternehmen zu verschlanken. Aber bevor sie das tun, bringen sie noch mehr Komplexität ins Unternehmen. Die Rede ist von Unternehmensberatern, die sich der „Six Sigma“-Methodik verschrieben haben, der derzeit wohl beliebtesten Methode zur Prozessverbesserung. Die Berater erstellen „Ursache-Wirkungs-Diagramme“ oder analysieren gemäß „Failure Mode and Effects Analysis“. Dabei tragen sie Namen wie „Black Belt“ oder gar „Master Black Belt“, die an japanische Kampfsportarten erinnern.
Im Kern geht es dabei um datenbasierte Verbesserungsprojekte, die auf Grundlage von Unternehmensdaten bewährte Techniken des Qualitätsmanagements anwenden. Bevor Unternehmen jedoch die Früchte derartiger Programme ernten können, ist ein gewisser Aufwand zu bewältigen: Ohne externe Unterstützung oder speziell geschultes Personal geht meist nichts. Vor allem mittelständische Unternehmen müssen bei Six-Sigma-Projekten gewisse Voraussetzungen berücksichtigen.
Das haben Professor Matthias Schmieder und Diplom-Ingenieur Mehmet Aksel von der Fachhochschule Köln in einer praxisnah angelegten Studie festgestellt. Am „lebenden Objekt“, das heißt in tatsächlich verbesserungswürdigen Prozessen, haben die Wissenschaftler Six-Sigma-Pilotprojekte eingeführt. „Wir haben zahlreiche Prozesse verbessert und so einiges an Kosten gespart“, so die beiden Produktionsexperten in ihrer Studie. Schneider und Aksel haben drei Punkte definiert, an denen sich Chefs bei der Einführung dieses Managementkonzepts orientieren sollten: erstens eine Einführung als Pilotprojekt, zweitens eine sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter und drittens das richtige Maß an Coaching.
Für Teilnehmer der Leaders Lounge:
> Bewerten Sie diesen Artikel
> Kommentieren Sie diesen Beitrag
> Lesen Sie die Kommentare anderer Teilnehmer
> Diskutieren Sie mit Autoren und Experten